Erklärungen und wichtige Dokumente

 

The Russell-Einstein Manifesto

 Issued in London, 9 July 1955 - (pdf, 48 kB)

Die Göttinger Erklärung der 18 Atomwissenschaftler (12. April 1957)

Die Göttinger Erklärung der 18 Atomwissenschaftler vom 12. April 1957


Die Pläne einer atomaren Bewaffnung der Bundeswehr erfüllen die unterzeichnenden
Atomforscher mit tiefer Sorge. Einige von ihnen haben den zuständigen Bundesministern ihre Bedenken schon vor mehreren Monaten mitgeteilt. Heute ist eine Debatte über diese Frage allgemein geworden. Die Unterzeichnenden fühlen sich daher verpflichtet, öffentlich auf einige Tatsachen hinzuweisen, die alle Fachleute wissen, die aber der Öffentlichkeit noch nicht hinreichend bekannt zu sein scheinen.

1. Taktische Atomwaffen haben die zerstörende Wirkung normaler Atombomben. Als
"taktisch" bezeichnet man sie, um auszudrücken, daß sie nicht nur gegen menschliche Siedlungen, sondern auch gegen Truppen im Erdkampf eingesetzt werden sollen. Jede einzelne taktische Atombombe oder -granate hat eine ähnliche Wirkung wie die erste Atombombe, die Hiroshima zerstört hat. Da die taktischen Atomwaffen heute in großer Zahl vorhanden sind, würde ihre zerstörende Wirkung im ganzen sehr viel größer sein. Als "klein" bezeichnet man diese Bomben nur im Vergleich zur Wirkung der inzwischen entwickelten "strategischen" Bomben, vor allem der Wasserstoffbomben.

2. Für die Entwicklungsmöglichkeit der lebensausrottenden Wirkung der strategischen Atomwaffen ist keine natürliche Grenze bekannt. Heute kann eine taktische Atombombe eine kleinere Stadt zerstören, eine Wasserstoffbombe aber einen Landstrich von der Größe des Ruhrgebietes zeitweilig unbewohnbar machen. Durch Verbreitung von Radioaktivität könnte man mit Wasserstoffbomben die Bevölkerung der Bundesrepublik wahrscheinlich schon heute ausrotten. Wir kennen keine technische Möglichkeit, große Bevölkerungsmengen vor dieser Gefahr sicher zu schützen.

Wir wissen, wie schwer es ist, aus diesen Tatsachen die politischen Konsequenzen zu ziehen. Uns als Nichtpolitikern wird man die Berechtigung dazu abstreiten wollen; unsere Tätigkeit, die der reinen Wissenschaft und ihrer Anwendung gilt und bei der wir viele junge Menschen unserem Gebiet zuführen, belädt uns aber mit einer Verantwortung für die möglichen Folgen dieser Tätigkeit. Deshalb können wir nicht zu allen politischen Fragen schweigen. Wir bekennen uns zur Freiheit, wie sie heute die westliche Welt gegen den Kommunismus vertritt. Wir leugnen nicht, daß die gegenseitige Angst vor den Wasserstoffbomben heute einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung des Friedens in der ganzen Welt und der Freiheit in einem
Teil der Welt leistet. Wir halten aber diese Art, den Frieden und die Freiheit zu sichern, auf die Dauer für unzuverlässig, und wir halten die Gefahr im Falle des Versagens für tödlich. Wir fühlen keine Kompetenz, konkrete Vorschläge für die Politik der Großmächte zu machen. Für ein kleines Land wie die Bundesrepublik glauben wir, daß es sich heute noch am besten schützt und den Weltfrieden noch am ehesten fördert, wenn es ausdrücklich und freiwillig auf den Besitz von Atomwaffen jeder Art verzichtet. Jedenfalls wäre keiner der Unterzeichnenden bereit, sich an der Herstellung, der Erprobung oder dem Einsatz von Atomwaffen in
irgendeiner Weise zu beteiligen. Gleichzeitig betonen wir, daß es äußerst wichtig ist, die friedliche Verwendung der Atomenergie mit allen Mitteln zu fördern, und wir wollen an dieser Aufgabe wie bisher mitwirken.

Fritz Bopp, Max Born, Rudolf Fleischmann, Walther Gerlach, Otto Hahn, Otto Haxel, Werner Heisenberg, Hans Kopfermann, Max v. Laue, Heinz Maier-Leibnitz, Josef Mattauch, Friedrich-Adolf Paneth, Wolfgang Pauli, Wolfgang Riezler, Fritz Straßmann, Wilhelm Walcher, Carl Friedrich Frhr. v. Weizsäcker, Karl Wirtz

Quelle: www.theorie.physik.uni-goettingen.de/ueberuns/Geschichte/goe-manifest.html

Erklärung der VDW zu den bekannt gewordenen Plänen der Bush-Administration zur künftigen Nuklearpolitik der USA


Presseberichte haben Details aus dem gesetzlich angeordneten, geheimen „Nuclear Posture Review“ des amerikanischen Verteidigungsministeriums, der dem US-Kongress bereits Anfang Januar 2002 vorgestellt worden ist, veröffentlicht (siehe Quelle am Ende des Textes). Erschreckende Einzelheiten zur künftigen Nuklearplanung der Vereinigten Staaten wurden bekannt:

  1. Es werden Länder und Szenarien genannt, die Ziel eines Nukleareinsatzes durch die USA werden könnten. Darunter sind neben Russland und China auch als potenzielle Schwellenstaaten bezeichnete Länder, die heute keine Nuklearwaffen besitzen wie Nordkorea, Irak, Iran, Libyen und Syrien.
  2. Diskutiert und empfohlen wird die Entwicklung neuer Nuklearwaffen („mini nukes“), um unterirdische Ziele zu treffen, die tief in die Erde eindringen können („earth penetrating munition“) und biologische oder chemische Substanzen („agent defeat“) vernichten sollen.
  3. Die neuen Fähigkeiten, beginnend mit neuer konventioneller Munition, über Raketenabwehr bis hin zu neuen Nuklearwaffen sollen im Rahmen einer erweiterten Nukleardoktrin in Form einer „neuen Triade“ in eine umfassende Militärstrategie eingehen, die u.a. einen Nukleareinsatz als Teilkomponente enthält.


Das Papier schildert die breit angelegten Anforderungen und Planungen für künftige US-Nuklearstreitkräfte für den Einsatzfall und für unvorhersehbare Bedrohungen der USA und wurde offensichtlich vor dem Hintergrund des 11. September und des Krieges in Afghanistan verfasst. Es bildet eine Blaupause für die Planung der US-Streitkräfte in den die nächsten 20 bis 50 Jahre. Im Gegensatz zu Vorläuferpapieren aus den US-Waffenlabors, die bereits ähnliche Gedanken artikuliert hatten, ist das bekannt gewordene Papier eine autoritative Planungsvorlage, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll.

Wir stellen dazu fest:

  1. Das Papier erweitert die Funktion und Bedeutung der Rolle von Nuklearwaffen nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes ein weiteres Mal, indem es nicht nur die "Bekämpfung von biologischen und chemischen Arsenalen" sondern auch den Ersteinsatz gegen unterirdische Ziele propagiert. Nuklearwaffen sollen hier nicht als „Abschreckungsmittel gegen den Einsatz von Nuklearwaffen“ verwendet werden, sondern es sollen neue Waffen (sog. "mini-nukes") entwickelt werden, die militärisch effizient wirken und die für einen „nuklearen Ersteinsatz“ geplant sind. Angestrebt werden soll eine nukleare Munition, die einen geringen „kollateralen Schaden“ verursacht. Die nukleare Rüstungsdynamik wird durch eine fortgesetzte Verfeinerung von Nuklearwaffen angeheizt.
    Dies widerspricht der u.a. in NATO-Erklärungen ständig wiederholten Auffassung von "Nuklearwaffen als letztem Mittel" auf eklatante Weise. Optionen dieser Art bilden eine Ermutigung für alle, die Nuklearwaffen für ihre eigene Sicherheit entwickeln wollen und deren militärische Funktion in den Vordergrund stellen. Die verheerende Wirkung von Nuklearwaffen wird verharmlost.
  2. Künftige Grundlage für die Berechnung der Zahl und Art der US-Streitkräfte sind Nuklearwaffenstaaten wie Russland und China, aber auch Staaten wie Irak, Iran, Nordkorea Syrien und Libyen, in denen Nuklearwaffenprogramme vermutet werden.
    Diese Vorgehensweise erreicht das Gegenteil von dem, was sie zu erreichen sucht: In diesen Staaten werden den Kräften Argumente geliefert, die ihrerseits auf Nuklearwaffen setzen und deren Entwicklung forcieren möchten. Russland wird zwar als "strategischer Partner angesehen", die konsequente Umsetzung dieser Erkenntnis durch nukleare Abrüstung fehlt aber bis heute. China wird zu verstärkter Modernisierung der eigenen Nuklearstreitkräfte veranlasst und dürfte damit das Wettrüsten mit Indien und Pakistan stimulieren. Das Denken in Kategorien des Kalten Krieges kehrt auf diese Weise in die internationalen Beziehungen zurück.
  3. Die Szenarien, in denen Nuklearwaffen eingesetzt werden sollen, umfassen ein umfangreiches Spektrum von Einsatzfällen. Die Verwendung von Nuklearwaffen gegen Terroristen wird ebenso wenig ausgeschlossen wie der Einsatz in konkreten Kriegsschauplätzen wie z.B. im arabisch-israelischen Konflikt und im Falle eines Taiwan-Konfliktes, eines Angriffs von Nordkorea auf Südkorea oder einen Angriff des Irak auf Nachbarstaaten.
    Die Drohung mit Nuklearwaffen in diesen Konfliktregionen verkompliziert die politischen Lösungsmöglichkeiten diese Konflikte und beschleunigt das militärische Wettrüsten in den Regionen.
  4. All diese technischen Anstrengungen sollen in einer "neuen Triade" münden. In der Zeit des Ost-West-Konfliktes verstand man hierunter die drei Pfeiler der land- , luft und seegestützten Nuklearträger. Die "neue Triade" soll nun aus einem "offensiven Pfeiler" (den nuklearen und konventionellen Streitkräften), einer "aktiven und passiven Verteidigung" (Raketenabwehr und Verteidigung) und einer "reaktiven Verteidigungsinfrastruktur" (Nukleartests und die Weiterentwicklung von neuen Nuklearwaffen) bestehen. Außerdem sollen "neue nichtnukleare strategische Fähigkeiten" zum Angriff auf mobile Ziele, B-und C-Waffen-Lager in die Nuklearplanungen ebenso einbezogen werden wie neue konventionelle Waffen und "information operations".
    Diese Schritte müssen von anderen Staaten als "aggressiv" ausgelegt werden und dürften zu einer Verstärkung der eigenen Militäranstrengungen führen. Spätestens hier wird die Versicherung, die geplanten Verteidigungsanstrengungen der Bush-Administration diene rein defensiven Absichten (Stichwort Homeland Defense, Raketenabwehr), ad absurdum geführt.
  5. Im Rahmen der „Nuclear Posture Review“ sollen für diese Zwecke in den nächsten Jahren nicht nur die vorhandenen Nuklearstreitkräfte modernisiert, sondern auch Studien für neue silogestützte und U-Bootgestützte Interkontinentalraketen, neue Sprengköpfe und Zielplanungssysteme begonnen werden, um in 10-20 Jahren über neue Nuklearstreitkräfte zu verfügen. Eine Wiederaufnahme von Nukleartests innerhalb von einem Jahr wird in Betracht gezogen. Eine nukleare Infrastruktur soll aufgebaut werden. Diese Schritte konterkarieren die Verpflichtungen kernwaffenfreie Welt wird dabei zur Illusion. "Nuclear Weapons Forever" ist stattdessen die Devise.
  6. Das Papier widerspricht international eingegangenen Erklärungen und Verpflichtungen der USA zum Einsatz von Nuklearwaffen. Die USA haben mehrfach internationale Verpflichtungen abgegeben, Länder nicht nuklear zu bedrohen, die keine Nuklearwaffen besitzen. Diese Verpflichtungen waren wesentliche Grundlage bei den Verlängerungsverhandlungen des Nichtverbreitungsvertrages von 1995 und wurden mehrfach wiederholt. Sollten Staaten diese Grundlage als obsolet ansehen, werden in den nächsten Jahren neue nukleare Akteure entstehen.
  7. Die nuklearen Reduktionen, die im Rahmen des "Nuclear Posture Review" in Aussicht gestellt werden, stellen zudem einen Betrug am Abrüstungsgedanken dar. Die meisten Nuklearsprengköpfe der USA werden lediglich in Reservelager überführt und nicht irreversibel vernichtet, so dass in der vorhersehbaren Zukunft die USA noch über 10.000 einsetzbare Sprengköpfe verfügen werden, die innerhalb von Tagen aktivierbar sind. Dem Wunsch Russlands, die Überkapazitäten in einem verifizierbaren, gesetzlich bindenden Abrüstungsvertrag zu reduzieren, wurde bisher nicht entsprochen. Das Interesse der USA an vertragsbasierter Rüstungskontrolle zur Bedrohungsminderung ist gleich Null. Russland und die USA verfügen nicht nur über 95 Prozent der weltweit stationierten Atomwaffen (ca. 31.000), sondern auch über enorme Lager an waffenfähigem Material. Die Gefahr einer unerlaubten Abzweigens von Plutonium oder hochangereichertem Uran ist hier real. Dem Nuklearterrorismus wird so Vorschub geleistet.
  8. Ausdruck der gegenwärtigen amerikanischen Rüstungskontrollfeindlichkeit ist die vorzeitige Kündigung des ABM-Vertrages durch Präsident Bush, obwohl weder die Raketenabwehrtechnologie, die durch den Vertrag beschränkt wird, einsatzreif ist, noch eine konkrete Bedrohung der USA durch ballistische Raketen wirkungsvoll mit dem geplanten Raketenschild vermindert werden kann. Vielmehr müssen die Raketenabwehrpläne in Verbindung mit einer Verstärkung der Nuklearkomponente als gefährliche Verbindung von Offensive und Defensive neubewertet werden. Dies verstärkt den Trend, dass heute nicht reale Kapazitäten Gegenstand der Sicherheitsvorsorge sind, sondern irreale Wahrnehmungen und Annahmen potenzieller Risiken. Diese Denkweise wurde bereits durch die Anschläge vom 11. September, die weder durch Abschreckung, Raketenabwehr noch durch "mini nukes" verhinderbar sind, wiederlegt.

  9. Das Planungspapier, das Teil einer gesetzlich verordneten Überprüfung der Nukleardoktrinen und Arsenale für die nächsten zehn Jahre der USA ist, versinnbildlicht eine fundamentale Revitalisierung der bisherigen US-Nuklearpolitik und eine Ausweitung der Rolle von Nuklearwaffen. Es restauriert das Denken des Kalten Krieges. Wir fordern die Länder der Europäischen Union und die deutsche Bundesregierung auf, sich von diesen Plänen zu distanzieren und energisch weitere Abrüstungsschritte von den Vereinigten Staaten und der Russischen Föderation zu verlangen. Die VDW wird sich im Rahmen der Pugwash-Konferenzen verstärkt mit dieser Problematik auseinandersetzen.

VDW-Memorandum: Warnung vor den Raketenabwehrplänen der USA - Plädoyer für ein europäisches Diplomatie Zuerst!-Konzept

VDW-Memorandum:
Warnung vor den Raketenabwehrplänen der USA – Plädoyer für ein europäisches Diplomatie Zuerst!-Konzept

November 2000 -  (.pdf, 137 kB)

Die Furcht, dass mit George Bush ein neuer Rüstungswettlauf beginnt

Januar 2001 - (.pdf, 37 kB)

Remarks by President Barack Obama in Prague in 2009

REMARKS BY PRESIDENT BARACK OBAMA
Hradcany Square
Prague, Czech Republic

PRESIDENT OBAMA: Thank you so much. Thank you for this wonderful welcome. Thank you to the people of Prague. Thank you to the people of the Czech Republic. (Applause.) Today, I'm proud to stand here with you in the middle of this great city, in the center of Europe. (Applause.) And, to paraphrase one of my predecessors, I am also proud to be the man who brought Michelle Obama to Prague. (Applause.)

To Mr. President, Mr. Prime Minister, to all the dignitaries who are here, thank you for your extraordinary hospitality. And to the people of the Czech Republic, thank you for your friendship to the United States. (Applause.)

I've learned over many years to appreciate the good company and the good humor of the Czech people in my hometown of Chicago. (Applause.) Behind me is a statue of a hero of the Czech people –- Tomas Masaryk. (Applause.) In 1918, after America had pledged its support for Czech independence, Masaryk spoke to a crowd in Chicago that was estimated to be over 100,000. I don't think I can match his record -- (laughter) -- but I am honored to follow his footsteps from Chicago to Prague. (Applause.)

For over a thousand years, Prague has set itself apart from any other city in any other place. You've known war and peace. You've seen empires rise and fall. You've led revolutions in the arts and science, in politics and in poetry. Through it all, the people of Prague have insisted on pursuing their own path, and defining their own destiny. And this city –- this Golden City which is both ancient and youthful -– stands as a living monument to your unconquerable spirit.

When I was born, the world was divided, and our nations were faced with very different circumstances. Few people would have predicted that someone like me would one day become the President of the United States. (Applause.) Few people would have predicted that an American President would one day be permitted to speak to an audience like this in Prague. (Applause.) Few would have imagined that the Czech Republic would become a free nation, a member of NATO, a leader of a united Europe. Those ideas would have been dismissed as dreams.

We are here today because enough people ignored the voices who told them that the world could not change.

We're here today because of the courage of those who stood up and took risks to say that freedom is a right for all people, no matter what side of a wall they live on, and no matter what they look like.

We are here today because of the Prague Spring –- because the simple and principled pursuit of liberty and opportunity shamed those who relied on the power of tanks and arms to put down the will of a people.

We are here today because 20 years ago, the people of this city took to the streets to claim the promise of a new day, and the fundamental human rights that had been denied them for far too long. Sametová Revoluce -- (applause) -- the Velvet Revolution taught us many things. It showed us that peaceful protest could shake the foundations of an empire, and expose the emptiness of an ideology. It showed us that small countries can play a pivotal role in world events, and that young people can lead the way in overcoming old conflicts. (Applause.) And it proved that moral leadership is more powerful than any weapon.

That's why I'm speaking to you in the center of a Europe that is peaceful, united and free -– because ordinary people believed that divisions could be bridged, even when their leaders did not. They believed that walls could come down; that peace could prevail.

We are here today because Americans and Czechs believed against all odds that today could be possible. (Applause.)

Now, we share this common history. But now this generation -– our generation -– cannot stand still. We, too, have a choice to make. As the world has become less divided, it has become more interconnected. And we've seen events move faster than our ability to control them -– a global economy in crisis, a changing climate, the persistent dangers of old conflicts, new threats and the spread of catastrophic weapons.

None of these challenges can be solved quickly or easily. But all of them demand that we listen to one another and work together; that we focus on our common interests, not on occasional differences; and that we reaffirm our shared values, which are stronger than any force that could drive us apart.  That is the work that we must carry on. That is the work that I have come to Europe to begin. (Applause.)

To renew our prosperity, we need action coordinated across borders. That means investments to create new jobs. That means resisting the walls of protectionism that stand in the way of growth. That means a change in our financial system, with new rules to prevent abuse and future crisis. (Applause.)

And we have an obligation to our common prosperity and our common humanity to extend a hand to those emerging markets and impoverished people who are suffering the most, even though they may have had very little to do with financial crises, which is why we set aside over a trillion dollars for the International Monetary Fund earlier this week, to make sure that everybody -- everybody -- receives some assistance. (Applause.)

Now, to protect our planet, now is the time to change the way that we use energy. (Applause.) Together, we must confront climate change by ending the world's dependence on fossil fuels, by tapping the power of new sources of energy like the wind and sun, and calling upon all nations to do their part. And I pledge to you that in this global effort, the United States is now ready to lead. (Applause.)

To provide for our common security, we must strengthen our alliance. NATO was founded 60 years ago, after Communism took over Czechoslovakia. That was when the free world learned too late that it could not afford division. So we came together to forge the strongest alliance that the world has ever known. And we should -- stood shoulder to shoulder -- year after year, decade after decade –- until an Iron Curtain was lifted, and freedom spread like flowing water.

This marks the 10th year of NATO membership for the Czech Republic. And I know that many times in the 20th century, decisions were made without you at the table. Great powers let you down, or determined your destiny without your voice being heard. I am here to say that the United States will never turn its back on the people of this nation. (Applause.) We are bound by shared values, shared history -- (applause.) We are bound by shared values and shared history and the enduring promise of our alliance. NATO's Article V states it clearly: An attack on one is an attack on all. That is a promise for our time, and for all time.

The people of the Czech Republic kept that promise after America was attacked; thousands were killed on our soil, and NATO responded. NATO's mission in Afghanistan is fundamental to the safety of people on both sides of the Atlantic. We are targeting the same al Qaeda terrorists who have struck from New York to London, and helping the Afghan people take responsibility for their future. We are demonstrating that free nations can make common cause on behalf of our common security. And I want you to know that we honor the sacrifices of the Czech people in this endeavor, and mourn the loss of those you've lost.

But no alliance can afford to stand still. We must work together as NATO members so that we have contingency plans in place to deal with new threats, wherever they may come from. We must strengthen our cooperation with one another, and with other nations and institutions around the world, to confront dangers that recognize no borders. And we must pursue constructive relations with Russia on issues of common concern. 

Now, one of those issues that I'll focus on today is fundamental to the security of our nations and to the peace of the world -– that's the future of nuclear weapons in the 21st century.

The existence of thousands of nuclear weapons is the most dangerous legacy of the Cold War. No nuclear war was fought between the United States and the Soviet Union, but generations lived with the knowledge that their world could be erased in a single flash of light. Cities like Prague that existed for centuries, that embodied the beauty and the talent of so much of humanity, would have ceased to exist.

Today, the Cold War has disappeared but thousands of those weapons have not. In a strange turn of history, the threat of global nuclear war has gone down, but the risk of a nuclear attack has gone up. More nations have acquired these weapons. Testing has continued. Black market trade in nuclear secrets and nuclear materials abound. The technology to build a bomb has spread. Terrorists are determined to buy, build or steal one. Our efforts to contain these dangers are centered on a global non-proliferation regime, but as more people and nations break the rules, we could reach the point where the center cannot hold.

Now, understand, this matters to people everywhere. One nuclear weapon exploded in one city -– be it New York or Moscow, Islamabad or Mumbai, Tokyo or Tel Aviv, Paris or Prague –- could kill hundreds of thousands of people. And no matter where it happens, there is no end to what the consequences might be -– for our global safety, our security, our society, our economy, to our ultimate survival.

Some argue that the spread of these weapons cannot be stopped, cannot be checked -– that we are destined to live in a world where more nations and more people possess the ultimate tools of destruction. Such fatalism is a deadly adversary, for if we believe that the spread of nuclear weapons is inevitable, then in some way we are admitting to ourselves that the use of nuclear weapons is inevitable.

Just as we stood for freedom in the 20th century, we must stand together for the right of people everywhere to live free from fear in the 21st century. (Applause.) And as nuclear power –- as a nuclear power, as the only nuclear power to have used a nuclear weapon, the United States has a moral responsibility to act. We cannot succeed in this endeavor alone, but we can lead it, we can start it.

So today, I state clearly and with conviction America's commitment to seek the peace and security of a world without nuclear weapons. (Applause.) I'm not naive. This goal will not be reached quickly –- perhaps not in my lifetime. It will take patience and persistence. But now we, too, must ignore the voices who tell us that the world cannot change. We have to insist, "Yes, we can." (Applause.)

Now, let me describe to you the trajectory we need to be on. First, the United States will take concrete steps towards a world without nuclear weapons. To put an end to Cold War thinking, we will reduce the role of nuclear weapons in our national security strategy, and urge others to do the same. Make no mistake: As long as these weapons exist, the United States will maintain a safe, secure and effective arsenal to deter any adversary, and guarantee that defense to our allies –- including the Czech Republic. But we will begin the work of reducing our arsenal.

To reduce our warheads and stockpiles, we will negotiate a new Strategic Arms Reduction Treaty with the Russians this year. (Applause.) President Medvedev and I began this process in London, and will seek a new agreement by the end of this year that is legally binding and sufficiently bold. And this will set the stage for further cuts, and we will seek to include all nuclear weapons states in this endeavor.

To achieve a global ban on nuclear testing, my administration will immediately and aggressively pursue U.S. ratification of the Comprehensive Test Ban Treaty. (Applause.) After more than five decades of talks, it is time for the testing of nuclear weapons to finally be banned.

And to cut off the building blocks needed for a bomb, the United States will seek a new treaty that verifiably ends the production of fissile materials intended for use in state nuclear weapons. If we are serious about stopping the spread of these weapons, then we should put an end to the dedicated production of weapons-grade materials that create them. That's the first step.

Second, together we will strengthen the Nuclear Non-Proliferation Treaty as a basis for cooperation.

The basic bargain is sound: Countries with nuclear weapons will move towards disarmament, countries without nuclear weapons will not acquire them, and all countries can access peaceful nuclear energy. To strengthen the treaty, we should embrace several principles. We need more resources and authority to strengthen international inspections. We need real and immediate consequences for countries caught breaking the rules or trying to leave the treaty without cause.

And we should build a new framework for civil nuclear cooperation, including an international fuel bank, so that countries can access peaceful power without increasing the risks of proliferation. That must be the right of every nation that renounces nuclear weapons, especially developing countries embarking on peaceful programs. And no approach will succeed if it's based on the denial of rights to nations that play by the rules. We must harness the power of nuclear energy on behalf of our efforts to combat climate change, and to advance peace opportunity for all people.

But we go forward with no illusions. Some countries will break the rules. That's why we need a structure in place that ensures when any nation does, they will face consequences.

Just this morning, we were reminded again of why we need a new and more rigorous approach to address this threat. North Korea broke the rules once again by testing a rocket that could be used for long range missiles. This provocation underscores the need for action –- not just this afternoon at the U.N. Security Council, but in our determination to prevent the spread of these weapons.

Rules must be binding. Violations must be punished. Words must mean something. The world must stand together to prevent the spread of these weapons. Now is the time for a strong international response -- (applause) -- now is the time for a strong international response, and North Korea must know that the path to security and respect will never come through threats and illegal weapons. All nations must come together to build a stronger, global regime. And that's why we must stand shoulder to shoulder to pressure the North Koreans to change course.

Iran has yet to build a nuclear weapon. My administration will seek engagement with Iran based on mutual interests and mutual respect. We believe in dialogue. (Applause.) But in that dialogue we will present a clear choice. We want Iran to take its rightful place in the community of nations, politically and economically. We will support Iran's right to peaceful nuclear energy with rigorous inspections. That's a path that the Islamic Republic can take. Or the government can choose increased isolation, international pressure, and a potential nuclear arms race in the region that will increase insecurity for all.

So let me be clear: Iran's nuclear and ballistic missile activity poses a real threat, not just to the United States, but to Iran's neighbors and our allies. The Czech Republic and Poland have been courageous in agreeing to host a defense against these missiles. As long as the threat from Iran persists, we will go forward with a missile defense system that is cost-effective and proven. (Applause.) If the Iranian threat is eliminated, we will have a stronger basis for security, and the driving force for missile defense construction in Europe will be removed. (Applause.)

So, finally, we must ensure that terrorists never acquire a nuclear weapon. This is the most immediate and extreme threat to global security. One terrorist with one nuclear weapon could unleash massive destruction. Al Qaeda has said it seeks a bomb and that it would have no problem with using it. And we know that there is unsecured nuclear material across the globe. To protect our people, we must act with a sense of purpose without delay.

So today I am announcing a new international effort to secure all vulnerable nuclear material around the world within four years. We will set new standards, expand our cooperation with Russia, pursue new partnerships to lock down these sensitive materials.

We must also build on our efforts to break up black markets, detect and intercept materials in transit, and use financial tools to disrupt this dangerous trade. Because this threat will be lasting, we should come together to turn efforts such as the Proliferation Security Initiative and the Global Initiative to Combat Nuclear Terrorism into durable international institutions. And we should start by having a Global Summit on Nuclear Security that the United States will host within the next year. (Applause.)

Now, I know that there are some who will question whether we can act on such a broad agenda. There are those who doubt whether true international cooperation is possible, given inevitable differences among nations. And there are those who hear talk of a world without nuclear weapons and doubt whether it's worth setting a goal that seems impossible to achieve.

But make no mistake: We know where that road leads. When nations and peoples allow themselves to be defined by their differences, the gulf between them widens. When we fail to pursue peace, then it stays forever beyond our grasp. We know the path when we choose fear over hope. To denounce or shrug off a call for cooperation is an easy but also a cowardly thing to do. That's how wars begin. That's where human progress ends.

There is violence and injustice in our world that must be confronted. We must confront it not by splitting apart but by standing together as free nations, as free people. (Applause.) I know that a call to arms can stir the souls of men and women more than a call to lay them down. But that is why the voices for peace and progress must be raised together. (Applause.)

Those are the voices that still echo through the streets of Prague. Those are the ghosts of 1968. Those were the joyful sounds of the Velvet Revolution. Those were the Czechs who helped bring down a nuclear-armed empire without firing a shot.

Human destiny will be what we make of it. And here in Prague, let us honor our past by reaching for a better future. Let us bridge our divisions, build upon our hopes, accept our responsibility to leave this world more prosperous and more peaceful than we found it. (Applause.) Together we can do it.

Thank you very much. Thank you, Prague. (Applause.)

END
10:49 A.M. (Local)

 

Quelle: www.whitehouse.gov/the_press_office/Remarks-By-President-Barack-Obama-In-Prague-As-Delivered