Ausgewählte Themengebiete der Rüstungskontrolle/Abrüstung

 

Bei dem Begriff Rüstungskontrolle werden viele Leser wahrscheinlich zuerst an nukleare Rüstungskontrolle und damit zusammenhängende Begriffe wie "START" oder den inzwischen gekündigten ABM-Vertrag denken. Auf den nachgeordneten Seiten der Kategorie "Themen" werden neben den klassischen Bereichen der nuklearen und konventionellen Rüstungskontrolle auch Themenfelder aufgezeigt, die erst in letzter Zeit in das Blickfeld der Rüstungskontrolle gerückt sind. Das Kriegsbild der sog. "Kleinen Kriege" hat deutlich gemacht, das das Thema "Kleinwaffen/Waffenhandel" von erheblicher Bedeutung für die internationale Sicherheit ist. Neue technologische Entwicklungen im Bereich der Informationstechnologien (IT) haben eine Debatte um die Nutzung von IT für kriegerische Zwecke unter dem Stichwort "Information Warfare" oder "Cyberwar" entstehen lassen. Insbesondere in den USA ist dies mit der "High-Tech-Kriegsführung" der Zukunft zu sehen, die unter dem Stichwort "Revolution in Military Affairs" diskutiert wird. Nach dem Wegfall des ABM-Vertrages besteht die Gefahr einer verstärkten "Weltraumrüstung" und fortgesetzten Anstrengungen im Bereich "Raketenabwehr" (Missile Defense). Grund für diese Aufrüstungsschübe, die die weltweite Rüstungskontrolle bisher nicht erfolgreich einhegen konnte, ist u.a. die Proliferation von Raketen- und von anderen Produktionstechnologien, die zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen benutzt werden können. Der Ansatz, neue Technologien vor ihrer Stationierung und ihrem Einsatz rüstungspolitisch zu erfassen und zu begrenzen nennt sich "Präventive Rüstungskontrolle". Zur Umsetzung künftiger Rüstungskontrollmaßnahmen sind Verhandlungen in Rüstungskontrollforen wesentlich. Alle diese Anstrengungen sollen dazu dienen, den Ausbruch von Gewalt zu verhindern, künftige Kriege zu vermeiden, Rüstungskosten zu senken und Abrüstung voranzutreiben. Abrüstung und Rüstungskontrolle sind unverzichtbare Bestandteile einer nachhaltigen Friedenspolitik.