Minen/Streumunition

 

Als besonders gefährlich für Zivilisten nach dem Ende von Kriegen haben sich in den letzten Jahrzehnten Minen, Streumunition und nicht explodierte Munition erwiesen. Insbesondere humanitäre Organisationen haben sich daher auf das Verbot von Minen und Streumunition sowie der Beseitigung dieser Waffensysteme und nicht-explodierter Munition nach dem Ende von Konflikten durch die Verursacher eingesetzt. Entsprechende Vorstöße im Rahmen der Konvention über das Verbot oder die Beschränkung des Einsatzes bestimmter konventioneller Waffen (UN-Waffenkonvention) von 1980 waren nur beschränkt erfolgreich. So wurden Zusatzprotokolle verabschiedet, die das Verlegen und die Beseitigung von Anti-Personenminen sowie die Pflicht zur Beseitigung nicht-explodierter Munition für die Vertragsparteien regeln. Verbote von Antipersonenminen und Streumunition konnten aber auf gesonderten Staatenkonferenzen ausgehandelt werden. Den entsprechenden Konventionen (Ottawa-Konvention für Anti-Personenminen, Oslo-Konvention für Streumunition) sind aber wichtiger Produzenten- und Nutzerstaaten fern geblieben.