Zerstörungstechnologien

 

Von den Tausenden von chemischen Substanzen, die giftig für den Menschen sind, wurden in diesem Jahrhundert ca. 70 Substanzen für chemische Waffenzwecke verwendet. In der Vergangenheit hat sich herausgestellt, daß die früheren Methoden zur Vernichtung von C-Kampfstoffen wie

  • Vergraben,
  • Verklappen in Ozean, Seen oder Flüssen,
  • Verbrennen unter freiem Himmel oder
  • Detonation

teilweise enorme ökologische Schäden verursacht haben, insbesondere wenn einige Agenzien in das Grundwasser gelangten. Die CWC legt fest, daß CW-Munition, die vor dem 1.1.1977 vergraben wurde, im Boden verbleiben kann. Einmal ausgegraben muß diese allerdings zerstört werden.

Die CWC favorisiert zwei Zerstörungsmethoden: (a) die Verbrennung und (b) den chemischen Abbau.

Deutschland betreibt in Munster eine Verbrennungsanlage für CW aus dem 1. und 2. Weltkrieg mit hohen Sicherheitsstandards. Während des 15-jährigen Betriebszeitraums wurden bis Ende 1995 118 Tonnen CW-Agenzien und 730 Tonnen verseuchtes Material (Munitionsschrott, Abfälle etc.) zerstört. Die jährlichen Betriebskosten lagen bei 4,5 Mio. DM. Eine zweite Anlage speziell für die Entsorgung arsenischer Substanzen soll im Jahr 2000/2001 in Betrieb gehen.