Vernichtung

 

Nach Ende des Ost-West-Konflikts werden durch Abrüstungsverträge und Streitkräftereduzierungen große Mengen von Waffensystemen obsolet. Die Rüstungen der Vergangenheit haben enorme Summen verschlungen. Aber auch die Abrüstung und Zerstörung der überschüssigen Waffen und Materialien kostet viel Geld. Überschüssige Nuklearsprengköpfe, dekommissionierte U-Boote, chemische Waffen und konventionelle Munition enthalten oft gefährliche Substanzen, deren ökologisch vertretbare Entsorgung technologisch wie finanziell schwierig oder ungelöst ist. Hierzu gehören Raketentreibstoffe, Uran, Plutonium, chemische Kampfstoffe, Munition, Panzerungen, Schiffsreaktoren etc. Überschüssige Waffen („surplus weapons“) werden definiert als Waffen, die im Rahmen der nationalen Verteidigung als nicht mehr notwendig angesehen werden [1].

Bei den Konversions- und Abrüstungsanstrengungen nach Ende des Ost-West-Konflikts fallen viele technische Herausforderungen und hohe finanzielle Kosten an bei der

  1. Zerstörung von nuklearen Trägersystemen wie U-Booten oder Raketen
  2. Verschrottung von konventionellen Waffen und Waffensysteme wie Panzer und Flugzeuge
  3. Vernichtung von chemischen Waffen
  4. Vernichtung von Treibstoffen, Sprengmitteln etc.
  5. Umwidmung von militärischer Infrastruktur,
  6. Beseitigung von Problemen, die durch militärische Aktivitäten verursacht wurden (z.B. Umweltverschmutzung auf Liegenschaften)
  7. Verifikation.

Eine Gesamtaufstellung der finanziellen Kosten zur Beseitigung von nuklearen und chemischen Waffen ist bisher nicht möglich. Projekte haben versucht, die angefallenen Kosten zusammenzustellen.


Links

 

Organisationen und Institute, die mit der Vernichtung von nuklearen und chemischen Waffen, aber auch von Trägersystemen beschäftigt sind


Literatur