Radiologische Waffen

 

Insbesondere für terroristische Gruppen könnten auch radiologische Waffen attraktiv sein, bei denen hochradioaktives Material durch eine konventionelle Explosion zerstreut werden kann, aber bei denen es nicht zu einer Kettenreaktion kommt [1]. Ihre Wirkung ist räumlich begrenzt und eher mit dem Einsatz von chemischen Waffen (CW) zu vergleichen. In manchen Fällen wäre Dekontamination des verseuchten Gebietes unerlässlich. Denkbar ist auch der Angriff mittels konventioneller Munition auf Anlagen mit radioaktivem Material (Kernkraftwerke etc.). Hierbei würde es höchstwahrscheinlich zu keiner nuklearen Kettenreaktion, aber zur Freisetzung großer Mengen Radioaktivität kommen. Eine unkontrollierte Kernexplosion ist aber dann möglich, wenn die Schutzhülle des Reaktors durchschlagen wird und die verschiedenen Kühlungskreisläufe ausfallen.

[1] Bei den UNSCOM-Inspektionen im Irak wurden Hinweise auf solche Waffen gefunden. Als radioaktives Material 'genügen' hier Substanzen aus dem Medizinbereich wie Co-160 oder Cs-137. Allerdings sind die in Krankenhäusern gelagerten Mengen nicht sehr groß.